Burg Falkenstein

Die Burg Falkenstein ist umgeben vom Natur- und Felsenpark
Die Falkensteiner Burghofspiele
"Die Kammerspiele im Landkreis Cham"
Das Millenniumsjahr 2000 bringt auch den Burghofspielen
Falkenstein ein Jubiläum. 1976 anläßlich der 900-Jahr-Feier
des Marktes ins Leben gerufen, können sie somit auf 25 Jahre erfolgreiche
Schauspielaufführungen zurückblicken. Nach einem eigens für
die 900-Jahr-Feier geschriebenen Geschichtstext "Burg Falkenstein
erzählt" nahm man sich bereits im zweiten Jahr Literaturvorlagen
vor. Mit dem jungen und ehrgeizigen Regieassistenten des Regensburger
Stadttheaters - Detlef Meierjohann fand sich auch der passende Regisseur,
der dem ausschließlich aus Einheimischen bestehenden Ensemble
allerhöchstes abverlangte. Alexandre Dumas`s "Die drei Musketiere"
begründeten sehr schnell einen Erfolg, der bis zum heutigen Tag
anhält und der Jahr für Jahr ein großes Publikum anlockt.
Detlef Meierjohann inszenierte insgesamt 10 Jahre die Burghofspiele,
darunter so unübertreffliche Aufführungen wie "Der Widerspenstigen
Zähmung", "Die Pfingstorgel", "Die Deutschen
Kleinstädter", "Der Diener zweier Herren" oder der
absolute Publikumsliebling "Der Brandner Kaspar und das ewig Leben",
der sogar dreimal in ununterbrochenen Folge aufgeführt werden mußte,
um die immense Nachfrage befriedigen zu können.
Diese hervorragenden Inszenierungen und der damit verbundene
Erfolg eröffneten dem damaligen Regisseur einen beruflichen Aufstieg,
der ihn bis zum heutigen Intendanten der Hamburger Staatsoper führte.
Ihm folgten Herbert Müller mit "Lumpazivagabundus" und
Werner Ahlers mit "Die Kreuzelschreiber", ehe Johannes Reitmeier,
der heutige Intendant des südostbayerischen Städtetheaters
weitere 7 Jahre die Burghofspiele betreute. Ihm verdanken sie so genüßliche
wie auch anspruchsvolle Aufführungen wie "Der bayerische Jedermann",
"Das Wirtshaus im Spessart" und "Tartüff",
ehe sein Oberspielleiter Norman Warmuth diese Erfolge weiterführte
in "Der Alpenkönig und der Menschenfeind".
Nachdem auch Herr Warmuth eine berufliche Treppe nach
oben stieg, mußten sich die Verantwortlichen des Marktes auf die
Suche nach einem neuen Regisseur machen. In der gebürtigen Engländerin
Rachel Teear, einer Regieassistentin beim Stadttheater Regensburg (hier
schließt sich der Jahrhundertkreis!), wurde man schließlich
fündig. Mit der Verwechslungskomödie "Cyrano de Bergerac"
zeigte sie bereits im Jahr 1999 ihr großes künstlerisches
Können, und sie wird die Burghofspiele Falkenstein auch in das
neue Jahrtausend führen. Mit Johann Nestroy`s "Einen Jux will
er sich machen" wird in den Sommermonaten das neue Millennium begrüßt.
Noch immer sind es reine Amateure, alles junge und
junggebliebene Mitbürgerinnen und Mitbürger aus der Marktgemeinde
und der näheren Umgebung, die den guten Ruf der Burghofspiele weitertragen.
Im Zivilberuf Friseur, Bankangestellte(r), Erzieherin, Schüler,
Student, Hausfrau u.a.m. wird immer noch fleißig am Abend und
in der Freizeit gelernt und geprobt, um am Premierentag "nicht
stecken zu bleiben". In der 3.300 Einwohner zählenden Marktgemeinde
gibt es nicht viele, die im Laufe der 25 Jahre noch nicht an den Burghofspielen
teilgenommen hätten. Trotzdem ist immer wieder eine Umbesetzung
nötig, weil langjährige Mitspieler aus den unterschiedlichsten
Gründen ihr Engagement aufgeben müssen. So ist die Truppe
immer auf der Suche nach neuen Akteuren und wünscht sich viele,
die mitmachen wollen.
Der derzeitige Chamer Landrat Theo Zellner bezeichnet
die Burghofspiele Falkenstein als die "Kammerspiele im großen
Reigen der Festspiele des Landkreises". Dieses Lob freut natürlich
die Schauspieltruppe, bringt aber gleichzeitig zum Ausdruck, dass es
den Burghofspielen Falkenstein gelungen ist, die ursprüngliche
Zielsetzung , Weltliteratur auf die (Laien-)Bühne zu bringen, zu
erreichen. Dies würdigen auch die jeweiligen Landräte als
alljährliche Schirmherrn und die jeweiligen Regierungspräsidenten
als die Ehrenschirmherrn der Spiele. Neben ihnen haben aber Jahr für
Jahr weitere ca. 3.500 Besucher mit dem Besuch der Burghofspiele einen
festen Termin in ihrem Jahreskalender.
siehe auch: Falkensteiner Burghofspiele
Blick vom Burgturm
Die Burg Falkenstein
Im Jahre 1074 erbaute Bischof Tuto von Regensburg die
Burg Falkenstein, die im Laufe ihrer mehr als 900jährigen Geschichte
abwechselnd im Besitz kirchlicher und weltlicher Würdenträger
war. 1967 schenkte sie Erbprinz Johannes von Thurn und Taxis der Marktgemeinde
Falkenstein, die die Renovierung dieses wertvollen Kulturgutes durchführen
und die Burg zum ,,Haus des Gastes" ausbauen ließ. Neben
dem Panoramablick vom Turm, kultureller Unterhaltung bei Burghofspielen
oder Konzerten und lukullischen Genüssen in der Gaststätte
bietet sich ein Besuch des Jagdmuseums an.
Der Burgturm
Das Jagdmuseum auf der Burg
Dem Besucher werden durch Trophäen und präparierte
Tiere nicht nur Jagd und Natur nahegebracht, sondern auch die Hintergründe
der Jagd und die Zusammenhänge zwischen Jagd und Kultur aufgezeigt.
Das Thema Jagdgeschichte behandelt die Entwicklung der Jagdwaffen sowie
jagdliches Brauchtum über Epochen hinweg, wobei natürlich
auch auf die Falknerei eingegangen wird. Darüber hinaus geben jährlich
wechselnde Sonderausstellungen interessanten Einblick in spezielle Details
aus dem Bereich Jagd und Natur.
Öffnungszeiten:
.......................Juni - Sept.: ........Mittwoch,
Samstag u.Sonntag. 13-17 Uhr
......................Okt. - Mai ..........Sa.,
So. und Feiertage 13-16 Uhr
und nach Vereinbarung
Eintrittspreise:
...............................Normalpreis ............ermäßigter Preis
Erwachsene .......................2,00 Euro ..................1,75 Euro
Kinder von 6 15 Jahren ...1,00 Euro .................
Ermäßigungen erhalten:
Gäste mit Gästepass, Gruppen ab 10 Personen,
Schwerbehinderte mit Ausweis.
Wünschen Gruppen zusätzlich eine Burgführung,
entfällt
die Ermäßigung auf den Eintrittspreis.
Gruppenführungen außerhalb der Öffnungszeiten
möglich.
Im November ist das Museum geschlossen.

Blick vom Haus zur abendlich beleuchteten
Burg
Die "Weiße Frau"
von Falkenstein
Die Landwirtin und Traglerin Danner hat den Arbeitstag
schon reichlich ausgenützt und es ergab sich oft, daß es
schon stocknacht war, wie sie auf dem Parksteig, der unter dem Klausenfelsen
vorbeiführte, Falkenstein zustrebte. Mehr als einmal war ihr dabei
schon die "Weiße Frau" erschienen, die sonst nur um
Mitternacht auf der Burg zu erscheinen pflegte. Immer hatte sie ein
frommes Gebet für diese arme Frau bereit, damit sie doch endlich
auch einmal die ewige Ruhe finden sollte. Für die Dannerin bedeutet
die "Weiße Frau" also keinesfalls Furcht und Angst und
so kam es, daß ihr die weiße Frau einmal sagte, wenn sie
dem Hund mit den glühenden Augen begegne, solle sie ihm den Schlüssel
aus dem Maul nehmen, weil sie mit ihm eine Schatztruhe aufsperren könne.
Halb wünschte sie, der Hund möge ihr eines Tages begegnen,
halb hatte sie Angst davor. Als sie eines Tages wieder spät durch
den Park ging, stockte ihr das Herz; vor ihr stand ein riesiger Hund
mit glühenden Augen und einer feurigen Zunge. Im Maul hielt er
den Schlüssel. Ihre Angst aber war so groß, daß sie
den Griff nach dem Schlüssel nicht wagte. Der Schatz auf der Burg
blieb bis heute ungehoben.